Weltfrauentag

Frauen feiern ihre sexuelle Freiheit.

Eintrag vom: 08.03.2019



Die Weiblichkeit zu feiern bedeutet auch, sich damit zu beschäftigen was Frau-Sein ausmacht. Wer sagt, was typisch weiblich ist? Und wie geht es einer Frau, die sich nicht besonders weiblich zeigt, aber genau so Frau ist wie diejenige, die ihre Weiblichkeit nach außen demonstriert?

Sind es die High-Heels, der Lippenstift, das verführerische Lächeln oder die Art, sich durch den Raum zu bewegen? Frauen haben heute jegliche Freiheit, ihre eigene Weiblichkeit zu definieren, diese auch zu variieren und sich immer wieder neu zu erfinden - und bekommen trotzdem Merkmale zugeschrieben, was nun ausdrücklich weiblich ist und was nicht. Wie es um ihren Körper steht, ist für (fast) jede Frau von Bedeutung. Nicht nur die Gesundheit, sondern natürlich auch die Figur bestimmen den Alltag vieler Frauen.

Sexuelle Zufriedenheit steht in Zusammenhang mit der Fähigkeit, seine eigenen Makel als Frau für eine Weile zu verabschieden. Auch wer sogenannte ungeliebte Zonen hat, kann sich trotzdem das größte sexuelle Vergnügen verschaffen. Dafür braucht es jedoch die Bereitschaft, sich im eigenen Körper wohlzufühlen, auch wenn dieser vielleicht nicht ganz den eigenen Wünschen entspricht. Und den Kopf einfach abzuschalten, funktioniert in den meisten Fällen nun mal nicht. Darum hilft es, sich beim Sex zu bewegen, den inneren vaginalen Raum wahrzunehmen, sich mit Berührungen auf der Haut sinnliche Momente zu ermöglichen, langsam auszuprobieren, welche Körperöffnungen oder Vorhöhlen sich gut anfühlen und welche einfach noch nicht genug ertastet worden sind. Sex kann sehr viel mehr sein als die bloße Penetration. Lustvolles Atmen, das sich im ganzen Körper verteilen kann, hilft durchaus, um sich auf sich selbst zu konzentrieren. Am besten ist es, das erst einmal mit sich alleine herauszufinden, um nach und nach das sexuelle Wesen zu entdecken, das in jeder von uns steckt.

Der Weltfrauentag könnte ein Anlass sein, um sich als Frau die eigene Sexualität zu erobern. Wer sich bereits gut mit Selbstbefriedigung und partnerschaftlichem Sex entdeckt hat und weiß, was gefällt, kann trotzdem neue Spielvarianten ausprobieren. Ein anderer Ort zum Beispiel oder Sex auf Bestellung sind Impulse, um sich mal was anderes zu gönnen. Auch denkbar ist der Sex mit mehr als zwei Personen. Ein Abenteuer, das für viele in der Phantasie erregend sein kann, aber manchmal fehlt der Mut, die sexuellen Szenarien in die Tat umzusetzen. Wenn man bzw. frau in einer Partnerschaft ist, kann es durchaus umso schwerer sein, weil neue Ideen oder Inspirationen das ganze Beziehungsgerüst ins Wanken bringen können. Und egal, welche sexuelle Neigung oder welch lang ersehnter Wunsch für eine Frau von Bedeutung ist, kostet es immer Überwindung, sich vor dem anderen oder der anderen zu offenbaren. Für sich selbst einzustehen, ist in der Sexualität eine andere Herausforderung als in anderen Lebensbereichen. Auch wer Kuschelsex bevorzugt, hat möglicherweise damit zu kämpfen, sich wirklich ehrlich mitzuteilen, weil so gut wie niemand als langweiliges Betthäschen dastehen möchte. So kann jegliche sexuelle Aktivität eine Chance bedeuten, um sich selbst zu entdecken und innerhalb der Beziehung zu wachsen, und gleichzeitig ist es auch ein Risiko, wenn man die Erwartungshaltung des Partners oder der Partnerin nicht erfüllt oder auf Unverständnis stößt.

Wie auch immer jede Frau ihre Sexualität gestaltet, sie sollte es mit Hochachtung vor sich selbst tun. Den eigenen weiblichen Körper zu erleben, immer wieder fasziniert von den Möglichkeiten, die in uns wohnen - es lässt sich gut durch das Leben gehen, wenn sich die sexuelle Befriedigung entfalten darf. Die Freiheit der Frau bedeutet auch, sich in der Sexualität das zu nehmen, wonach die tiefe Sehnsucht strebt.

 



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